Was ist eine Bilanz?
Die Bilanz (oder Vermögenslage) ist eines der vier Finanzberichte, die von der SEC auf Grundlage der U.S. GAAP (Generally Accepted Accounting Principles) vorgeschrieben sind. Laut der SEC enthält die Vermögenslage „detaillierte Informationen über die Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und das Eigenkapital eines Unternehmens“. Anders ausgedrückt ist dieser Bericht eine finanzielle Momentaufnahme des Unternehmens zu einem bestimmten Datum.
Warum ist die Bilanz wichtig?
Das Verständnis der Bilanz ist sehr nützlich, um die Finanzen eines Unternehmens zu verstehen. Die Bilanz ist wichtig, weil sie zusammenfasst, was das Unternehmen besitzt und was es schuldet. Genauer gesagt stellt sie die Vermögenswerte, die Verbindlichkeiten und das Eigenkapital der Anteilseigner dar. Aus der Bilanz lassen sich auch viele Arten von Kennzahlen ableiten. Nehmen wir zum Beispiel die Verschuldungsgrad-Kennzahl (Debt-to-Equity, D/E). Der Verschuldungsgrad ergibt sich aus den gesamten Verbindlichkeiten geteilt durch das Eigenkapital der Anteilseigner, wobei beide Werte in der Bilanz zu finden sind. Diese Kennzahl ist sehr wichtig, weil sie misst, wie hoch die Verschuldung des Unternehmens im Verhältnis zum von den Anteilseignern bereitgestellten Kapital ist. Daher ist es für das Management, Investoren und Gläubiger unerlässlich, die Kapitalflussrechnung zu überprüfen, um sicherzustellen, dass das Unternehmen finanziell stabil ist.
Wer interessiert sich für die Bilanz?
Es gibt viele Akteure, die an der Bilanz interessiert sind:
- Anleger
- Aktuelle und zukünftige Investoren werden die Bilanz prüfen, um sich ein Bild von der finanziellen Lage des Unternehmens zu machen, und sie nutzen, um dessen Solvenz, Liquidität und Kapitalstruktur mithilfe von Finanzkennzahlen zu beurteilen.
- Kreditgeber/Gläubiger
- Kreditgeber und Gläubiger werden die Bilanz untersuchen, um die Liquidität des Unternehmens zu bestimmen und daraus zu schließen, ob es in der Lage ist, ihren Zahlungsanforderungen und Verpflichtungen nachzukommen, sollte das Unternehmen weitere Finanzierung suchen.
- Management
- Manager können die finanzielle Lage des Unternehmens im Zeitverlauf verfolgen und strategische Entscheidungen für Wachstum treffen sowie eine Insolvenz verhindern.
Wie sieht eine Bilanz aus? Was sind die Bestandteile?

In einer Bilanz gibt es drei Hauptbestandteile mit Unterkomponenten. Unabhängig davon, ob Sie eine Bilanz erstellen oder eine Buchhaltungsaufgabe bearbeiten: Die goldene Regel der Bilanz lautet, dass am Ende folgende Gleichung aufgeht: Vermögenswerte = Verbindlichkeiten + Eigenkapital der Anteilseigner. Wichtig ist außerdem, dass die Bilanz nach Liquidität je Kategorie gegliedert ist. Im Folgenden geben wir einen kurzen Überblick über alle drei Hauptbestandteile dieses Berichts:
- Vermögenswerte Die Vermögenswerte sind das, was dem Unternehmen gehört und was es für seine Geschäftstätigkeit nutzt. Dazu gehören materielle und immaterielle Vermögenswerte. Die Vermögenswerte eines Unternehmens lassen sich in zwei Unterkategorien einteilen:
- Umlaufvermögen Dabei handelt es sich um Vermögenswerte, die innerhalb eines Jahres oder weniger in Bargeld umgewandelt werden können. Diese Vermögenswerte sind sehr liquide und können Anlegern dabei helfen festzustellen, wie viele liquide Mittel das Unternehmen besitzt.
- Langfristige Vermögenswerte Dabei handelt es sich um Vermögenswerte, die nicht innerhalb eines Jahres in Bargeld umgewandelt werden können. Zu dieser Kategorie gehören langfristige Vermögenswerte wie Grundstücke, Anlagen und Ausrüstung, die für die Produktion verwendet werden.
- Verbindlichkeiten Dabei handelt es sich um das, was das Unternehmen schuldet und zur Erfüllung seiner Verpflichtungen bezahlen muss. Die Verbindlichkeiten eines Unternehmens lassen sich in zwei Unterkategorien einteilen:
- Kurzfristige Verbindlichkeiten Dabei handelt es sich um Verpflichtungen, die innerhalb eines Jahres erfüllt werden müssen. Ein Beispiel ist das Konto für ausstehende Gehälter, das alle Gehälter enthält, die an die Mitarbeiter des Unternehmens zu zahlen sind.
- Langfristige Verbindlichkeiten Dabei handelt es sich um Verpflichtungen, die nach einem Jahr erfüllt werden müssen. Ein Beispiel dafür ist ein langfristiges Bankdarlehen, bei dem die Rückzahlung zu einem Zeitpunkt erfolgt, der mehr als ein Jahr in der Zukunft liegt.
- Eigenkapital der Aktionäre Dies ist das, was die Anleger des Unternehmens in das Unternehmen eingebracht haben. Dazu gehören auch Gewinne und an die Aktionäre ausgeschüttete Dividenden.
Wo finde ich die Bilanz eines bestimmten Unternehmens?
Sie können die Bilanzen jedes börsennotierten Unternehmens in den Vereinigten Staaten mit dem Quotes-Tool finden.
Öffnen Sie einfach die Quotes-Seite und suchen Sie nach dem Symbol, das Sie finden möchten (zum Beispiel, AAPL). Klicken Sie anschließend im Menü direkt über der Suchleiste auf „Finanzen“:

Die Bilanz wird darunter geladen (Sie können diese Seite auch verwenden, um die Gewinn- und Verlustrechnungen zu finden). Sie können die aktuellste Bilanz mit mehreren der vorherigen Jahre vergleichen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, in welche Richtung sich das Unternehmen entwickelt hat.
Die Bilanz eines Unternehmens gibt Anlegern die Möglichkeit, die aktuelle Bilanz mit früheren Versionen zu vergleichen. Sie können sehen, wann sich die kurzfristigen Vermögenswerte eines Unternehmens im Vergleich zu den vor einem Jahr ausgewiesenen verbessert haben.
Häufig stellen Unternehmen die Posten der Bilanz dieses Zeitraums neben die Bilanzen des Vorjahres. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist für viele Anleger der erste Punkt, auf den sie achten, wenn sie über eine Investition in ein Unternehmen nachdenken.
Quiz!
Es scheint, dass dieses Quiz nicht korrekt eingerichtet ist.










