Volatilität ist ein Begriff, der alle Aktien und anderen Wertpapiere betrifft. Aus guten Gründen wird hohe Volatilität in der Investmentwelt meist als negativ angesehen, da schnelle Kursbewegungen an den Märkten naturgemäß sowohl Gewinne als auch Verluste mit sich bringen. In der Sprache der Geldanlage bedeutet Volatilität für Sie zwei beängstigende Dinge: Unsicherheit und Risiko.
Wenn Sie zum Beispiel klug genug sind (oder Glück haben), eine Aktie am „Tiefpunkt“ zu kaufen, könnte positive Volatilität (ein rascher Kursanstieg) Ihnen wunderbare Gewinne bringen. Negative Volatilität hingegen könnte Sie wenig erfreut zurücklassen, wenn der Kurs einer Aktie schnell fällt.
Vermeiden Sie ein häufiges Missverständnis: Volatilität bedeutet nicht automatisch auch einen Auf- oder Abwärtstrend. Das tut sie nicht. Volatilität ist weder gut noch schlecht und zeigt auch nicht automatisch einen Trend an. Sie misst lediglich die Geschwindigkeit der Kursbewegung.
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Jeder mag Volatilität nach oben (wenn der Markt schnell steigt), aber selten nach unten (wenn der Markt abstürzt).[endmark]
Wie Sie sehen werden, ist Volatilität ein wichtiger Bestandteil der Optionspreisbildung, da der Optionsschreiber ein großes Interesse daran hat, wie wahrscheinlich eine starke Kursbewegung (nach oben oder nach unten) beim zugrunde liegenden Wertpapier ist.
Der allgemeine Indikator für Volatilität am Aktienmarkt heißt VIX-Index und misst die Prämie, die Optionsschreiber der Volatilität am Aktienmarkt beimessen. Der VIX-Index wird oft als „Angstindex“ bezeichnet, weil der VIX steigt, wenn der Aktienmarkt fällt. Das spiegelt lediglich die höhere Prämie wider, die Optionsschreiber verlangen, wenn sie [ts]Put-Optionen[tm] Das Recht, aber nicht die Pflicht, eine Aktie vor dem Verfallsdatum zu einem bestimmten Preis zu verkaufen.[te] schreiben, während Anleger sich beeilen, Versicherungen (Put-Optionen) für ihre Aktien zu kaufen.
Historisch gesehen lag der VIX in einem Bereich zwischen 10 und 20, aber während des heftigen Einbruchs an den Aktienmärkten Ende 2008 und 2009 lag der VIX häufiger im Bereich von 20 bis 30 und erreichte im Oktober 2008 sogar einen Höchststand von 90, als Anleger fürchteten, die Welt gehe unter, und das Finanzsystem angeblich kurz vor dem Zusammenbruch stand.
Das Wichtige, was man sich beim VIX merken sollte, ist: Wenn er hoch ist, werden Optionen aufgrund der in den Optionspreisen enthaltenen impliziten Volatilität teurer zu kaufen. Als Nächstes sehen wir uns die implizite Volatilität an …










