7-02 Tasse mit Henkel

Die Tasse-mit-Henkel-Formation ist eines der bekanntesten Chartmuster bei Aktien. Die Tassenmuster folgen Konturen, die ein umgekehrtes Halbkreis- oder U-förmiges Muster nachbilden und auf einen Kursrückgang, eine Bodenbildung und anschließend einen Kursanstieg hinweisen. Danach folgt meist eine recht instabile Phase, die von einem Abverkauf geprägt ist, ausgelöst durch Anleger, die die Aktie nahe ihrer früheren Position gekauft haben. Dadurch kommt es oft zu einem leichten Rücksetzer nach unten, der den Henkel der Tasse bildet.

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tassenhenkel

Ein Untertassenmuster entsteht, wenn ein Wertpapier für eine Weile einen Boden gebildet hat und dann beginnt, sich nach oben zu bewegen. Die abgeflachte U-Form erinnert an eine Untertasse:

Der Cup geht dem Handle immer voraus. Während sich der Cup ausbildet, folgt das Kursmuster einer allmählichen Schalenform. Der Boden der Schale sollte deutlich erkennbar sein; eine V-förmige Wende ist kein gutes Signal.

Die Tiefe des Cups weist darauf hin, wie wahrscheinlich es ist, dass sich ein Handle und anschließend ein Ausbruch entwickeln. Der Cup sollte eher flach sein.

Der Handle neigt dazu, abwärts geneigt zu sein, und weist auf eine Konsolidierungsphase hin. Eine Konsolidierung liegt vor, wenn der Kurs scheinbar zwischen einer oberen und einer unteren Kursgrenze hin- und herschwankt. Die abwärts geneigte Richtung des Handles können Sie nachverfolgen, indem Sie Trendlinien über die obere und die untere Kursgrenze ziehen. Steigt der Kurs außerhalb der Trendlinien an, besteht Potenzial für einen Ausbruch. Steigt der Kurs über die obere, rechte Seite des Cups hinaus, ist das Muster bestätigt, insbesondere wenn dies von einem starken Anstieg des Volumens begleitet wird.

Wann kaufen

Verständlicherweise kaufen wir Anleger gern zum möglichst niedrigen Preis. Idealerweise würden wir am Tiefpunkt der Cup-Formation kaufen. Sobald sich jedoch die Handle-Formation zu entwickeln beginnt, müssen Anleger ihr Risiko einschätzen. Es gibt keine sichere Methode, um vorherzusagen, wann der Tiefpunkt erreicht wird, und es besteht die Möglichkeit, dass das Muster scheitert und es zu einem Ausbruch im Abwärtstrend kommt.

Manche technische Analysten sind der Ansicht, dass der beste Kaufzeitpunkt ist, nachdem der Handle zu steigen beginnt. Laut Rick Martinelli und Barry Hyman sollte man „Aktien erst kaufen, wenn sie aus der Cup-with-Handle-Formation auf neue Hochs ausbrechen“. Khun empfiehlt eine aggressivere Kaufmethode. Er meint, dass „erfahrene Trader stufenweise kaufen können, in Erwartung eines Ausbruchs, aber das ist heikel“.

Der Handle fällt anfangs oft nach unten ab; achten Sie jedoch darauf, ob der Kurs über den Preis auf der rechten Seite des Cups ausbricht. Die Tiefe des Cups von der rechten Seite aus ist ein Indikator für das mögliche Kurspotenzial. Allerdings scheitern viele Cups, nachdem sie nur um 10 % bis 15 % gestiegen sind. Verwenden Sie unbedingt Stop-Loss-Orders, um Verluste zu begrenzen oder Gewinne zu sichern.